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Salsa Mannheim,Heidelberg,Ludwigshafen,Rhein-NeckerSalsa-Tanzkurs & Shows Die Salsa Community Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen, Deutschland. Salsa Cuban Style - Salsa DELUXE - Salsa Con Corazón Ganz easy Salsa, Rueda de Casino Merengue und Bachata tanzen lernen. Karibische Tänze erfreuen sich bei uns immer grösserer Beliebtheit. In lockerer Atmosphäre mit Spaß, Freude und Rhythmus tanzen lernen. Salsa Tanzen und Viele neue nette Leute kennen lernen. Anfänger - Mittelstufe - Fortgeschrittene - Weitfortgeschrittene - Meister ! und Privatunterricht Geschichte der Salsa 4/4 Takt Salsa ist Leben - My Life ist Dance - Das Leben ist schön ! Der Ursprung und die Geschichte der Salsa hat ihre Wurzeln in der afro-lateinamerikanischen Musik. Die Entwicklung von Salsa ist den vielen in den Vereinigten Staaten (hauptsächlich New York) lebenden Latinos zu verdanken, deren Wurzeln / Ursprung in den ehemaligen spanischen Kolonien (wie z.B. Kuba, Dominikanische Republik, Venezuela, Puerto Rico, Panama, Kolumbien) zu finden sind. Salsa ist keine Mode-Erscheinung sondern eine etablierte Musikrichtung mit hohem künstlerischen Wert und großer soziokultureller Bedeutung. Salsa kennt keine Alters- oder Klassengrenzen. Ursprünglich war Salsa eine sozial und politisch sehr geprägte Musik. "Salsa" heißt auf Deutsch "Soße" und bezeichnet eine bestimmte Art von lateinamerikanischer Tanzmusik, die seit den 70er Jahren auf der ganzen Welt immer beliebter geworden ist. Salsa ist eine scharfe, heiß brodelnde Soße aus unterschiedlichen Zutaten, die süchtig macht. Aus welchen Ingredienzen wurde Salsa zusammengebraut? Salsa und die verschiedenen Kulturen Kubas: Durch den kreolischen Contradanza eigneten sich die kubanische Tänzer und Habaneras den karibischen Cinquillo-Rhythmus an. Die dazugehörigen Tänze wurden von Gruppentänzen zu Paartänzen. Dadurch wurde es möglich afrikanische Elemente in den Contradanza einzufügen. Diese Mischung setzte sich durch und wurde von der Unterschicht beigeistert aufgenommen. In den einzelnen Kapiteln dieser Arbeit werden wir uns mit allen drei denotativen und konnotativen Bedeutungen der Salsa ausführlich beschäftigen: Wort, Musik und Tanz. Die Oberschicht stand ihnen jedoch eher skeptisch gegenüber. Während der Diktatur unter Batista wurde auch die amerikanische Musik populär, wodurch Jazz-Elemente zum Salsa kamen. Der Mambo blieb ein eigenes Genre. Der Cha-Cha-Cha, der erst durch die neuen Rhythmen entstehen konnte, wurde, anders als der Mambo, immer noch von den Charangas (Flöte und Geige) gespielt. Der Cha-Cha-Cha hat ein mittleres Tempo. Der große Druchbruch der beiden Stile kam jedoch erst mit den Conga. Seit diesem Zeitpunkt wurden die Tänze in der gesamten Welt sehr beliebt. Auf Kuba, dem Ursprungsland der salsa, wird Musik nicht zelebriert, sie wird gelebt. Unvorstellbar, daß in irgendeinem Winkel von Havanna nicht Musik gemacht oder gehört würde - selbst bei einem der zahllosen (und stundenlangen) Stromausfälle dröhnt noch irgendwo ein letztes Transistorradio oder intoniert jemand auf einer leeren Flasche eine rumba. Die populäre Musik Kubas ist ein explosives Mischprodukt, in dem sich auch die wechselvolle Sozial-und Kulturgeschichte des Landes spiegelt. In einem jahrhundertelangen, von Widersprüchen und Auseinandersetzungen geprägten Verschmelzungsprozeß verband sich die traditionelle Musik der spanischen Siedler mit den Tänzen, Liedern und Instrumenten der Sklaven, die sich in Geheimgesellschaften und calbildos de nación zusammenschlossen. Das Ergebnis ist, wie der kubanische Nationaldichter Nicolás Guillén einmal gesagt hat, "klingender Rum, mit den Ohren zu trinken. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Kuba das Zentrum lateinamerikanischer Musik und wichtigster musikalischer Impulsgeber für alle an die Karibik angrenzenden Länder, insbesondere für Mexiko und die USA. Kuba war das bevorzugte Urlaubs- und Freizeitparadies der US-Amerikaner – es gab einen regen musikalischen Austausch und musikalische Neuerungen fanden schnell Eingang in den US-amerikanischen Musikmarkt. Anfang des Jahrhunderts gelangte der Danzón von Kuba nach Mexiko und etablierte sich dort ab den 20er-Jahren zunehmend in Mexiko-Stadt und Veracruz. In den 30er-Jahren unternahm die Rumba ihren Siegeszug von Florida bis nach New York City, angefangen mit El Manisero von Dan Azapiazu y su Havana Casino Orquesta, dem ersten Rumba-Hit in den USA. Ab den 40er-Jahren mischten sich lateinamerikanische Rhythmen zunehmend mit dem Louisiana-Jazz - unter dem Einfluss von Bebop und Big Band Jazz formierten sich in den USA die sog. “Latin Big Bands”. Insbesondere New York wurde zur Hochburg des Latin-Jazz (José Curbelo, Tito Rodríguez, Tito Puente). Einen anderen Weg nahm Ende der 40er der Mambo: Der Kubaner Dámaso Pérez Prado spielte in Mexiko bereits einige Jahre Mambo-Rhythmen, bis er 1949 mit dem Hit Qué rico es el Mambo seinen Durchbruch hatte. Von Mexiko begann er daraufhin seine Tour die amerikanische Westküste entlang hoch nach Kalifornien, wo lateinamerikanische Musik traditionell weniger verbreitet war. 1955 feierte ein vom Mambo abgeleiteter, langsamerer Rhythmus in New York einen Übernachterfolg: der Cha Cha Cha. Es war die Zeit der großen Tanzorchester und Charangas, die in den Tanzpalästen aufspielten (Beny Moré, Ex-Sänger von Pérez Prado und Celia Cruz mit dem Tito Puente Orchestra). Zwei puerto-ricanische Musiker, Ismael Rivera und Rafael Cortijo, fanden sich 1948 zusammen: sie mixten die afro-karibischen Rhythmen Bomba und Plena mit der Latin-Big-Band-Musik, was für die damalige Zeit neuartig war. Mit ihrer Gruppe El Combo de Cortijo erlangten sie in den USA und Puerto Rico große Popularität... Die Salsa, wie wir sie heute erleben, ist noch sehr jung, gerade einmal 30 Jahre alt. Das scheint nicht viel zu sein. Wenn man aber die gesamte Zeit der Entstehung des sabor latino (dessen, was heute lateinamerikanischen Geschmack, Vergnügen und Lebensfreude ausmacht) zusammenzählt, kommt man auf eine Periode von ungefähr 500 Jahren. Die Denotation des Begriffes „Salsa“ können wir in drei verschiedene Bedeutungen unterteilen. Zum ersten ist das spanische Wort „Salsa“ die Bezeichnung für eine Art scharfer Soße. Zweitens ist es ein Musikstil und drittens stellt Salsa eine Tanzform dar. Klassisch-kubanischer StilDer Kubanische Stil bezeichnet einen Tanzstil der Salsa, auch "Casino" oder "De la calle" (Straßen)Stil genannt. Die unterschiedlichen Benennungen sollen bereits auf die Herkunft der kubanischen Salsa hinweisen: sie war sowohl in den vornehmen Casinos und Cabarets Havannas zuhause wie auch in den barrios und den ländlichen Gebieten der Insel. Dabei steht die kubanische Salsa in dem Dilemma, dass es in den 70er Jahren, als die Salsa entstand, schon keine Casinos und Cabarets in Kuba mehr gab. Diese wurden überwiegend von der kubanischen Oberschicht und den US-amerikanischen Touristen besucht und nach der kubanischen Revolution 1959 abgeschafft. Von daher lässt sich nicht zwischen einem kubanischen "Casino-" oder einem "De la Calle-Stil" unterscheiden. Die kubanische Salsa wirkt eher spielerisch, rhythmisch und lebendig und hat keine klare Ausrichtung. Sie ist wenig reglementiert. Dennoch gibt es für die verschiedenen, teilweise äußerst komplizierten und verwirrenden Figuren diverse Grundschritt-Kombinationen, die beherrscht werden müssen, um diese Figuren korrekt ausführen zu können. Das wesentliche Merkmal des kubanischen Stils sind die Drehungen des Tanzpaares um einen gemeinsamen Mittelpunkt. Außerdem wird die Frau vom Partner fast nie losgelassen, was ihr relativ wenig Freiraum für eigene Interpretationen im Tanz lässt. Die normalen Tanzschritte beginnen auf dem ersten Schlag des Taktes: 1,2,3,-,5,6,7,-. Der 4. und 8. Schlag bestehen aus einer Pause, in die manchmal ein Tap gesetzt wird, der aber oft für den Betrachter, gerade bei sehr schnellen Stücken, kaum sichtbar ist und der Akzentuierung des Tanzrhythmus dient. Die Schritte können aber auch auf dem 2. oder der 3. Taktschlag beginnen (siehe unten). Getanzt werden die Schritte entweder vor und zurück, besonders bei Europäern und Nord-Amerikanern, oder zur Seite hin, besonders bei Lateinamerikanern. In letzterem Fall werden die Schritte auch zusätzlich nach hinten getanzt. Der kubanische Stil und der New-York-Stil, bzw. Puerto-Rico-Stil werden in der US-amerikanischen und europäischen Salsa-Szene oft als Konkurrenz empfunden. Die Folge kann sein, dass ihre jeweiligen Vertreter beim gemeinsamen Tanz nur schwer zurechtkommen. Salsa ist eine Synthese aus kämpferischer und tanzbarer Musik aus der Karibik. Sie ist keine Musikgattung, aber ein allgemeines und umfassendes Konzept, das es ermöglicht, verschiedene Stile tropischer Tanzmusik zu beherbergen. (...) Sie ist die fröhliche und schmerzhafte Synthese unserer hispanischen Völker. (Calvo Ospina 1997, 81). Der Begriff Salsa wurde aus rein kommerziellen Gründen für eine im Grunde genommen sehr vielfältige und vielseitige Musikrichtung geschaffen. Salsa umfasst ein ganzes Genre der freien, unreglementierten Musik, und diese Musik stellt eine Verschmelzung von vielen verschiedenen Stilen dar. Ihren afrikanischen Wurzeln liegt ein profanes und wildes Vergnügen zugrunde, sie war oft einem bestimmten Gott gewidmet (in der Yoruba-Religion Afrikas, wie auch in der sogenannten Santería des heutigen Kubas heißen die Götter Orishas), und ihr Ziel war der ewige Tanz. Um hier nur ein Beispiel zu nennen, sei erwähnt, dass die Lieder der Salsa-Königin Celia Cruz stark von der afrokubanischen Gedankenwelt beeinflusst sind. Der Salsa-Tanz hat schon vor langer Zeit die Grenzen Kubas, wo er entstanden ist, übersprungen und ist somit zu einem wichtigen Instrument der weltweiten Integration von lateinamerikanischer Kultur und Identität geworden. Salsa hält sowohl für die ältere als auch für die junge Generation viele Facetten des tänzerischen und musikalischen Geschmacks bereit. Es bestehen in der Salsa selbst sehr viele Varianten. So gibt es unter anderem Salsa zum Tanzen oder zum Hören, Salsa, die Geschichten oder Schelmenmärchen erzählt, wir haben eine romantische, religiöse, mystische, erotische, experimentelle oder eine autoritäre Salsa. Beispielsweise besingt Celia Cruz in ihren Liedern nicht nur die Götter der Santería-Religion, sondern spricht sich auch offen gegen das Castro-Regime aus. Merengue 2/4-Takt Jeder Taktschlag wird durch einen Trommelschlag deutlich betont, was den Rhythmus eingängig und simpel macht. Die Instrumentierung war ursprünglich ländlich geprägt: Tumbadoras (Congas), Güiros und später im 20. Jahrhundert das Akkordeon. Diese traditionellen Merengue-Combos, die aus nur 2-4 Musikanten bestanden, wurden auch "perico ripiaos" genannt. Sie waren mobil und konnten auf Fiestas im Hause oder unter freiem Himmel aufspielen. Mit der zunehmenden Beliebtheit auch in den städtischen Tanzsalons und auf dem internationalen Musikmarkt wurden in Merengue-Gruppen auch Piano, Bass, Blechbläser und Saxophone aufgenommen. Im Techno-Zeitalter der Diskotheken vermischte sich der Merengue sogar mit Hip-Hop- und House-Elementen, gespielt auf Synthesizern. Die traditionelle Dreiteilung eines Merengue-Liedes (früher Einleitung – Hauptteil – Crecendo) ist auch heute noch zum Teil erhalten geblieben: neben Strophe und Refrain findet sich oft eine Einleitungsphase, die den Tanz vorbereitet und aus einem oft langsam-getragenen Rhythmus besteht. Refrains werden oft mehrmals hintereinander wiederholt. Merengues sind meistens Liebeslieder, die Texte beziehen sich auf Frauen, Sehnsucht, enttäuschte Liebe, usw. Grundsätzlich können die Themen aber aus dem gesamten Alltag gewonnen werden, vorgetragen mit viel lateinamerikanischen Witz und manchmal auch mit sozialkritischen Untertönen. Merengue wird als Paartanz getanzt. Jeder Taktschlag wird gleichmäßig mit einem Schritt nach vorne, hinten oder zur Seite getanzt. Charakteristisch für den Tanzstil ist bei jedem Schritt eine markante Hüftbewegung. Dadurch erhält der Tanz eine stark sinnliche Komponente. Unterstützt wird dies durch eine sehr körperbetonte Tanzweise eine offene Tanzhaltung ist eher die Ausnahme. Eine wichtige Rolle spielen bei den Drehungen die Arme, welche einzelne, sehr aufwändige Figuren und Kombinationen erzeugen Musikrichtung der Dominikanischen Republik. Meist schnelle Rhythmen. Traditionsgemäß wird sie auf der Tambora, der Guira und das Akkordeon gespielt. Bachata 4/4-Takt - Ein langsamer Bolero Bachata entstand Anfang der 1960er Jahre als eine Form des kubanischen bzw. karibischen Boleros (nicht zu verwechseln mit dem spanischen Bolero). Zunächst war Bachata dabei weniger zum Tanzen gedacht, sondern war einer von vielen Stilen der romantischen lateinamerikanischen "Trio"-Gitarrenmusik, die vergleichbar mit der mexikanischen Mariachi-Tradition hauptsächlich der Unterhaltung verliebter Paare diente. In den folgenden Jahrzehnten nahmen Bachata-Musiker Einflüsse aus anderen Stilen wie dem Merengue auf, das Tempo wurde erhöht und Bachata wurde mehr und mehr als Tanzmusik verstanden. Seit 2003 erfahren Musikrichtung und Tanz einen Produktionsboom im gesamten hispanokaribischen Raum. Der Stil ist heute geprägt durch den charakteristischen, hohen und "leiernden" Klang der Gitarren, den Rhythmus (ein 4/4-Takt, meist basierend auf dem Bassrhythmus punktiertes Viertel - Achtel - Viertel - Viertel), und durch die Texte, die meist von männlichen Sängern gesungen werden und hauptsächlich von enttäuschter Liebe handeln. Das Tempo von Bachata-Stücken reicht von 115 bis 160 bpm, meist liegt es zwischen 130 und 140 bpm. Der gleichnamige Tanz hat in den vergangenen Jahren enorm an Popularität gewonnen. In der Dominikanischen Republik veranstalten TV-Sender regelmäßig Bachata-Tanzwettbewerbe. Diese Fernsehsendungen sind sehr beliebt. Die Schrittfolge ist einfach: Die Beinbewegung kommt aus den Knien heraus, wobei ein Bein neben das andere gesetzt wird. Dieses "chasse´" wird durchgängig mit Merenguehüftbewegung getanzt (pro Taktschlag ein Schritt, also auf 1, 2, 3). Auf der 4 erfolgt das leichte Anheben des Beins, indem die Hüfte einseitig hochgezogen wird (sog. HIP LIFT), was etwas Übung erfordert, und/oder gleichzeitig ein Doppelschlag vor und zurück mit der Hüfte getanzt wird. Letzteres erfordert sehr viel Übung. Genau wie Merengue und Salsa ist Bachata kein standardisierter Tanz, d.h. gibt es viele Variationen und Bewegungsabläufe. Da Bachata normalerweise sehr eng und hüftbetont getanzt wird, gehört er zu den erotischsten Tänzen überhaupt. Die "prüdere" europäische Version wird mit Körperabstand getanzt, wobei auch Figuren miteingebaut werden. Bachata galt in den 70er und 80er Jahren als vulgäre Musik der unteren Bevölkerungsschichten, wurde mit Prostitution, Kriminalität und Armut assoziiert und im Gegensatz zu Salsa und Merengue kaum im Radio gespielt. Das änderte sich erst um 1990 herum, vor allem durch Juan Luis Guerra, dessen Album Bachata Rosa 1992 einen Grammy gewann. In Deutschland war das bislang erfolgreichste Bachata-Stück das Lied Obsesión der Gruppe Aventura, das auch R'n'B- und Pop-Elemente enthält und im September 2004 auf Platz 1 der Media Control-Singles-Charts war. Cumbia 4/4 - Takt Ist ein Paartanz aus Kolumbien Traditionell spielen in der Cumbia die "gaitas" (Flöten aus Kaktus oder Bambusrohr), das Akkordeon, die Maracas und verschiedene (Trag-)Trommeln eine zentrale Rolle. In den modernen kommerzialisierten Orchestern finden sich aber selbstverständlich auch Klavier, E-Gitarre, E-Bass, Klarinette und Blechblasinstrumente. Cumbia wird im 4/4-Takt gespielt bei mittlerem Tempo (80-110 bpm), während - anders als bei der Salsa - die Grundschläge auf der 1 und der 3 deutlich markiert werden, oft mit Hilfe einer Marschtrommel. Der zweite und vierte Schlag wird meistens in Achteln unterteilt, die unterschiedlich akzentuiert werden können. Manche kolumbianische Musiker mischen in Live-Auftritten gerne ein paar Takte Cumbia in ihre Salsa-Arrangements, um so die Nähe der beiden Musikarten zu veranschaulichen. Die Musikform war ursprünglich kein Paartanz, sondern ein Kreistanz und hat ihre Anfänge in der Kolonialzeit. Der Name kommt von dem Wort cumbé, einem populären afrikanischen Tanz aus der Region von Batá in Guinea. Dabei bedeutet "cum" Trommel und "ia" sich bewegen, sich schütteln. Ursprünglich von den Sklaven nach Kolumbien gebracht, vermischte sich der Cumbé im Laufe der Zeit mit indianischen und spanischen Elementen und wandelte sich so in die Cumbia. Afrikanische Arbeitersklaven von den Zuckerrohrplantagen umwerben in der Cumbia die einheimischen Frauen, ohne sie jedoch dabei zu berühren. Die Eingeborenen-Frauen waren davon - so berichtet die Legende - wenig begeistert; sie erhörten das Werben der schwarzen Verehrer nicht und wiesen sie im Tanz ab. Dennoch vermischten sich die Rassen im Laufe der Zeit und die Cumbia wurde zum Tanz der Mestizen und Mulatten. Rueda de Casino Rueda de Casino ist ein Tanz in der Gruppe und wird in einem Kreis nach Salsa-Rhytmen getanzt. Einer der Tänzer gibt dabei Anweisungen, er "singt" die Figuren, die alle Paare daraufhin ausführen. Daraus entsteht ein komplexer Tanz mit einer Choreographie für den Augenblick. Der Tänzer, der die Anweisungen gibt, wird gewöhnlich "el cantante" (der Sänger) genannt. Er ist es, der die Choreographie anhand der Anweisungen entwickelt; er ist es, der die Tänzer zum Laufen auffordert, sie verschiedene Drehungen ausführen läßt und den Partner schnell wechseln läßt. Dabei müssen die Paare, vor allem aber die Männer, sehr aufmerksam sein und die "gesungenen" Anweisungen genau verfolgen, da alle Bewegungen synchron verlaufen müssen, und wie bei jedem lateinamerikanischen Tanz ist es auch hier der Mann, der die Führung übernimmt. Die Rueda de Casino enstand in den fünfziger Jahren in Kuba, und zwar in exklusiven Clubs, bekannt als "Casinos Deportivos". Diese Casinos organisierten Tanzabende mit großen Orchestern und schufen somit die Bedingungen dafür, daß talentierte kubanische Tänzer improvisieren und neue Tanzstile entwickeln konnten. Bald darauf sagten die Leute: "Tanzen wir so wie im Casino", oder "Tanzen wir Rueda de Casino". Die Tatsache, daß in der Gruppe getanzt wird, rührt wahrscheinlich von dem Einfluß des Contradanza her, eines europäischen Gruppentanzes, der im letzten Jahrhundert in Kuba Furore machte. Figuren wie "Enchufla de a caballero" erinnern an eine alte Höflichkeitsgeste, aber von Salsa-Rhythmen begleitet. Bei dieser Figur wechselt das Paar seine Position und der Mann küßt die Hand seiner Partnerin, bevor er zur nächsten Dame wechselt. Eine weitere Figur ist "cadena" (Kette), eine ziemlich schwierige Figur, die von allen eine absolute Gleichmäßigkeit der Bewegungen abverlangt, dabei laufen die Tänzer gleichzeitig im Zickzack im Kreis und wechseln solange den Partner, bis sie beim ersten Partner angelangt sind. Anfang der neunziger Jahre entdeckten junge Kubaner diesen Tanz wieder und begannen in verschiedenen Clubs zu unterrichten. Das war nur der Beginn eines Fiebers, das sich auf die gesamte USA ausweitete, vor allem in Los Angeles, San Francisco u.a. Das ging selbst so weit, daß gegenwärtig überall in den USA kubanische Tanzlehrer aus Miami verstreut sind, um Rueda de Casino zu unterrichten. Um dieses Fieber zu verdeutlichen, nur ein Beispiel: in das Tanzstudio "Salsa Lovers" in Miami kommen an einem Abend zwischen 600 und 800 Schüler, die von 16 Lehrern in Rueda de Casino unterrichtet werden. Ruedas mit 50 Tänzern und mehr sind in Miami keine Seltenheit. Dieser Tanz ist derart ansteckend, daß weder das Alter, die Sprache, noch die Herkunft des Tänzers von Interesse sind. Es wurde sogar ein Film mit dem Titel "Dance with me" gedreht. Er handelt von einem kubanischen Straßentänzer, gespielt von dem lateinamerikanischen Star Chayanne, der nach Texas kommt und dort auf eine Lehrerin für Gesellschaftstanz trifft, die von Vanessa Williams gespielt wird. Im Film kommt eine Rueda de Casino vor. In Kuba, der Wiege der Rueda de Casino, kann man Ruedas mit 200 oder mehr Tänzern sehen. Manuel Copello sagt, daß dabei der "cantante" einen Lautsprecher oder ein Mikrophon haben muß, damit ihn alle hören, und er kann dabei nicht wie sonst mittanzen, aber durch seine Anweisungen tanzen die Leute so, wie er möchte. New York Style Das Tanzen auf der '1' wurde in den New Yorker Clubs Mitte der 70er in den Tanzkursen vor den Parties eingeführt, (Zitat Jojakim Balzer - Berliner NY-Style-Tanzlehrer). Das Schwierige ist nicht, die '2' zu hören, sondern auf der '2' vor- (oder zurückzugehen) und die Pause beim Zurückkommen (der Fuss ist in der Luft) zu machen. Es ist wirklich einfacher, als Anfänger mit der '1' anzufangen - so konnten die Tanzlehrer in Crash-Kursen den neugierig gewordenen New Yorkern schnell das Tanzen beibringen. Gekennzeichnet ist der New York Style durch Vor- und Zurückgehen im Grundschritt. Das - verbunden mit dem CBL ('Cross Body Lead' - Platztausch) - ist eines der wichtigsten Merkmale und Grundelement im NY-Style. Weiterhin legt man im New York Style grossen Wert auf Footwork zu deutsch 'Solo Schrittkombinationen' - manchmal auch Shines genannt. Die bekannteste Schrittkombination ist sicherlich 'Suzie Q.'. Aber noch viel gravierender im Unterschied zu anderen Salsa-Tanz-Stilen ist die Philosophie. Der Mann ist dazu da, die Frau zu präsentieren, d.h. er selbst hält sich charmant zurück und gibt der Frau genügend Gelegenheit, Platz und Spielraum für eigene Figuren, Drehungen, der Mann tanzt dezent - die Frau zieht die Blicke auf sich. Das ist der grösste Bruch gegenüber dem kubanischen Stil - hier ist die Frau manchmal nur 'Anhängsel' des Mannes, der sich selbst produziert und teilweise keinen (Blick) Kontakt zur Frau mehr hält sondern diese lässig um sich herum dreht (nicht vor und zurück wie beim New York Style) oder sich von ihr abwendet. Das beantworten dann die Kubanerinnen mit besonders aufreizenden Bewegungen locker aus dem Becken heraus, welche dann wiederum die Blicke der Zuschauer auf die Frau ziehen. Als besonders! bei der Salsa Cubana gilt bei manchen Männern, während des Tanzens mit anderen Frauen am Rande der Tanzfläche zu flirten. Kubanisch kann man auch auf der '2' tanzen - die Kubaner nennen das Contra-Tiempo Beim New York Style (on 2) werden 2 (Rhythmus)-Varianten grundsätzlich unterschieden. Zur Beschreibung der Rhythmus-Varianten im Salsa hat sich der Break(schritt) als Kriterium etabliert. Der Break(schritt) bezeichnet den Richtungswechsel (typisch von vor zurück und umgekehrt) - also z.B. beim LA-Style die 1 (und die 5), bei Salsa Cubana die 3 (und die 7), etc. Beim Dancing on 2 erfolgt dieser Richtungswechsel auf 2 (und 6). Unterschieden wird beim Salsa New York Style (on 2) zwischen dem von Eddy Torres als Salsa Night Club Style geprägten und gelehrten Stil und dem Salsa Palladium Style (auch: Classic Mambo). Bei beiden Stilen erfolgt der Break on 2, aber! : Salsa Night Club Style wird auf 1,2,3 - 5,6,7 getanzt. Dies scheint! dem LA-Style gleich, unterscheidet sich jedoch deutlich im Break (Richtungswechsel): beim LA-Style erfolgt der Break on 1 (und 5). Salsa Palladium Style (Palladium - berühmter Club in NY zur Zeit des Mambo) wird auf 2,3,4 - 6,7,8 getanzt, Break natürlich auch "on 2". Dem erfahrenen Tänzer fällt sicherlich gleich die Paralle zum cubanischen Son (4 - 6,7,8 - 2,3...) auf - mit Recht - dies ist ein Hinweis auf die Entwicklungsgeschichte.....und unterstreicht die originäre Verbindung zum afro-cubanischen Ursprung. Der besondere Reiz des wohl am meisten verbreiteten Salsa-Stiles Palladium Style liegt in der faszinierenden, ausgeprägten Rythmik . Die beiden durch die Conga besonders betonten Takte 4 und 8 (tum tum) - vergl. Son - zusätzlich zur Clave (....4 - 6,7..) führen zum Verschmelzen des Tanzens mit dem Rhytmus. Dies ist sicherlich auch der Grund für die bereits seit ca. 1/2 Jahrhundert andauernde Popularität diese (Rhythmus)-Stiles. Reggaeton 4/4 Takt Reggaeton auch Reggaetón oder Requetón Besonders der simple, aber effektive Grundrythmus und die sparsame Instrumentierung machen aus dem Reggaeton eine sehr eindringliche, konstant zum Tanzen animierende Musik. ist eine Musikrichtung, die sich aufbauend auf Reggae, Dancehall, Hip-Hop, lateinamerikanischen Musikrichtungen und Dance Musik entwickelt hat. Seinen Ursprung hat der Reggaeton in Puerto Rico und Panama. Mittlerweile ist er in ganz Lateinamerika sowie in Spanien populär geworden. In den USA bauen bereits einige Majorlabel Beteiligungen an Plattenfirmen in Puerto Rico auf, um die Musik vertreiben zu können. Es existieren in Europa zwar noch keine Vertriebswege, dennoch erlangt der Reggaeton auch hier eine immer größere Bekanntheit. In vielen großen Städten des Kontinents findet man Clubs, in denen Reggaeton aufgelegt wird. Manche glauben, Reggaeton stünde, ähnlich dem Reggae aus Jamaika in den 1970ern, auch in nicht spanischsprachigen Ländern kurz vor einem Durchbruch. Der Tanz zu Reggaeton heißt Perreo ("perrear", abgeleitet vom Wort Perro = Hund). Dabei steht der Mann direkt hinter der Frau und man tanzt eng einander. Dieser Tanz wird als erotisch empfunden und ist sehr körperbetont, weshalb er von vielen Fans auch als Sex mit Kleidern bezeichnet wird. Geschichte Die ersten Reggaemusiker Lateinamerikas tauchten Mitte der 1970er in Panama auf. Der Reggae war hier dank der vielen jamaikanischen Einwanderer, die zum Bau des Panamakanals ins Land gekommen waren, populär geworden. Entscheidende, den Reggaeton ebenfalls charakterisierende Elemente wie Einflüsse aus Hip-Hop und House, wurden jedoch erst von Künstlern aus Puerto Rico entwickelt. Die ersten spanischsprachigen Hip-Hop-Tapes kamen Mitte der 1980er aus Puerto Rico. Anfang der 1990er fand auch Ragga aus Jamaika auf der Insel eine breitere Aufmerksamkeit. Die CD Dancehall Reggaespanol auf dem Major-Label Columbia brachte die Musik auch nach Europa. Die spanischen Versionen von Ragga-Hits wie El desorden von Nando Boom (Original Stick it up von Cutty Ranks) und Hombre Murio von Killer Ranks (Original Nuff Man a Dead von Super Cat) muteten zwar exotisch an, waren aber richtungsweisend für den weiteren Verlauf der Entwicklung des Reggaeton. Man nannte diese Musik damals under, als Kurzform von Underground. Auch wenn Panama eine längere Reggae- und eigentlich auch Reggaetonkultur vorzuweisen hat, blieben die neuen Riddims aus Puerto Rico nicht unbemerkt. In den folgenden Jahren mischte sich der Panamaer Reggaeton mit dem aus Puerto Rico. Es kamen ebenfalls kubanische Elemente hinzu. Der heutzutage in Lateinamerika so erfolgreiche Reggaeton war geboren. Im Laufe der 90er Jahre wurde der Reggaeton nach und nach zu einem bedeutenden Musikstil in ganz Lateinamerika. Einer der ersten Welterfolge war Meneaito (1989) von Gaby; er wurde nach 1990 mehrmals remixt und in vielen südamerikanischen Ländern in seinen diversen Versionen zu einem beliebten Club-Hit. Der Sound des Reggaeton wurde immer weiter perfektioniert und die Bewegung insgesamt kommerzialisiert. Erst 1995 wurde die Musikrichtung jedoch mit dem Begriff Reggaetón bedacht, vermutlich von El General, einem der Pioniere der Musikrichtung. Erst gegen Ende der 90er Jahre gelang der Stilrichtung auch der Sprung nach Europa, wo er anfangs in Spanien populär wurde. Die bekanntesten Reggaeton-Hits in Europa waren Papi Chulo (aus dem gleinachnamigen Film von 2003) von Lorna sowie Sientelo von Speedy feat. Lumidee & Culcha (eigentlich Antonio Ortiz Garcia) aus Puerto Rico aus dem Jahr 2004. 2005 gelang mit Gasolina von Daddy Yankee erstmals einem Reggaeton-Hit den Sprung in die deutschen Top Ten der Charts. Reggaeton Texte Die Texte sind sehr direkt und unverblümt. Die Künstler singen über alltägliche Kriminalität und Gewalt auf der Straße oder in ihrem Viertel "Barrio", wobei dieses Leben meist als völlig normal, sogar Wunschzustand beschrieben wird. Beispiel: "Vivo en la calle, como siempre buscándomela" ("Ich lebe auf der Straße, so als ob ich sie ständig suchte"). Themen wie die Liebe / Trennung und das Tanzen sind ebenfalls sehr häufig. Oft aber dreht es sich schlicht um Sex. Vielfach findet man bewußt doppeldeutige Texte, manchmal auch sehr direkte und obszöne. Beispiele: "Mueve mami este guebo, este guebito que los hombres tienen. Menéalo mujer, no te canses, los hombres quieren otra vez." "Bewege ...... (gängiger obszöner Ausdruck für den Penis). Bewege ihn, Frau, laß nicht nach, die Männer wollen noch einmal." Song: "Mueve mami" von Chombo, aus Panama "Ahí no me dés mas na', que me duele la popola, ahí dale por allá, pa' que descance la popola." ("Hier gib es mir nicht mehr, weil mir die ....... (obszöner Ausdruck für das weibliche Geschlechtsteil) weh tut, gib es mir dort, damit sich die ....... erholt.") Dieser Song, von der Sängerin Glow auf einem Konzert in Santo Domingo präsentiert, sorgte für eine heftige Diskussion in den dominikanischen Fernseh- und Radiosendern, ob solche nicht kinder- und jugendfreien Lyrics öffentlich ausgestrahlt werden sollten. Viele Lieder verherrlichen PS-starke Autos und Motorräder: "Gasolina" von Daddy Yankee, "Tócale bocina" von Noriega, "Cola de motora" von Don Miguelo oder "Cuatro gomas" von Rubiote & Yésica. Die Texte sind fast durchweg in spanischem Sprechgesang "Rap" gehalten, die stilistisch zwischen dem schnellen, harten "Toasting“ im Dancehall und eher melodischem oder langsameren Old School Hip-Hop liegen. Der sparsam instrumentierte Stilmix spiegelt den Culture Clash der karibischen Musikstile wieder. In Kuba hat der verwendete Text sogar eine politisch-sozialkritsche Funktion, da hier verschlüsselte Systemkritik geübt wird. Die Frau in den Reggaetón-Texten In vielen Texten des Reggaetón wird die Frau als "gata" (Katze) bezeichnet - als wilde Katze "gata fiera" oder als Katze, die sich befreit, losgelöst hat "gata suelta". Diese Katze ist schön und anmutig "gata sandunguera", aber auch Banditin "gata bandida", "gata gangster" und Wegelagerin "bandolera", die den Männern auflauert und sie zu ihrer Beute macht. Dabei betrügt und hintergeht sie die Männer durchaus "gata traicionera", sie ist souverän, und man kann ihr nicht trauen. Sie ist eine Teufelin im Bett "diabla en la cama". Dies ist nicht eine männliche Projektion, sondern auch die Selbstdarstellung in Songs von Ivy Queen, Glow, Sonic, Urba, Joan, Algarete, La Hill oder Lorna. Ivy Queen singt im Song "La gata" über sich selbst: "Ivy Queen, la gata, va a buscarse un boy" ("Ivy Queen, die Katze, geht, um sich einen Boy zu suchen") Diese Darstellung der Frau ist in etwa zusammengesetzt aus den Bildern, die schon Jahre vorher Thalía (im Song "Mujer latina") oder Noelia (im Song "Candela") gezeichnet haben - starke, schöne, leuchtende, unabhängige und unwiderstehliche Frauen, eben die Latina - vermischt mit ein bißchen Gangsta Rapper-Image. |
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